Gender Studies: Frauen und Jodmangel
Neulich fiel mir auf, dass der Arbeitskreis Jodmangel auf seiner Website (www.jodmangel.de) ausschließlich Fotos von Frauen verwendet, eins der angebotenen Pressefotos zeigt auch zwei Schulkinder. Fotos von mehr oder weniger kropfigen Männern habe ich dort nirgends gefunden.
Die Realität sieht etwas anders aus – ein Jodmangelkropf kommt bei Männern häufiger vor. Frauen tragen dagegen ein erhöhtes Risiko, durch eine allzu kräftige Jodzufuhr an Hashimoto - möglicherweise auch an Basedow - zu erkranken oder die Symtome durch jodreiche Nahrung zu verschlimmern. Fast jede fünfte Frau hat Schilddrüsen-Antikörper im Blut, die wenigsten wissen es und glauben womöglich, mit Jodsalz auf der sicheren Seite zu sein.
Warum also Fotos von Frauen in der Jodierungs-PR? Zumindest unter Marketing-Aspekten scheint mir das halbwegs erklärbar: Traditionell sind in der Familie die Frauen für die Ernährung verantwortlich. Und Frauen befassen sich intensiver als Männer mit Gesundheitsthemen und kaufen mehr (teilweise jodhaltige) Nahrungsergänzungsmittel. Auch die Öffentlichkeitsarbeit des AK Jodmangel über Gesundheits- und Frauenmagazine dürfte mehr Frauen als Männer erreichen. Oder warnen auch Playboy und Men’s Health ihre Leser vor drohendem Jodmangel?
Die Realität sieht etwas anders aus – ein Jodmangelkropf kommt bei Männern häufiger vor. Frauen tragen dagegen ein erhöhtes Risiko, durch eine allzu kräftige Jodzufuhr an Hashimoto - möglicherweise auch an Basedow - zu erkranken oder die Symtome durch jodreiche Nahrung zu verschlimmern. Fast jede fünfte Frau hat Schilddrüsen-Antikörper im Blut, die wenigsten wissen es und glauben womöglich, mit Jodsalz auf der sicheren Seite zu sein.
Warum also Fotos von Frauen in der Jodierungs-PR? Zumindest unter Marketing-Aspekten scheint mir das halbwegs erklärbar: Traditionell sind in der Familie die Frauen für die Ernährung verantwortlich. Und Frauen befassen sich intensiver als Männer mit Gesundheitsthemen und kaufen mehr (teilweise jodhaltige) Nahrungsergänzungsmittel. Auch die Öffentlichkeitsarbeit des AK Jodmangel über Gesundheits- und Frauenmagazine dürfte mehr Frauen als Männer erreichen. Oder warnen auch Playboy und Men’s Health ihre Leser vor drohendem Jodmangel?
IreneG - Juni 4, 21:16